Meine Reise in den Süden - Melbourne
Work&Travel Australien - Erlebnisse der Eva-Maria
Endlich sollte es nun soweit sein und ich plante meine erste kleine Reise in Australien. Pläne zu machen kann sich ganz schwierig gestalten. Nicht, dass es schwierig ist einen Flug oder Bus zu buchen, nein das ist nicht das Problem. Viel schwieriger gestaltet sich die Entscheiungsfindung, welche Tour die Richtige ist und welcher Ort besonders sehenswert ist. Ich dachte ich bin clever, indem ich einfach viele Leute frage und mir ganz viele Empfehlungen einhole. Was für ein Chaos, danach wusste ich noch weniger. Denn jeder hat eine andere Meinung und Du schließlich auch. Na gut aber irgendwann musste ich mich nun mal entscheiden und wie folgt sah nun mein Plan aus.
Da ich die Tour von knapp zwei Wochen mehr damit verbringen wollte, die Highlights zu sehen als Ewigkeiten durch die Prärie zu fahren buchte ich als erstes einen Flug von Sydney nach Melbourne. Ich denke Melbourne ist definitiv ein Muss, nicht nur weil viele von dieser Stadt schwärmen, nein auch weil diese Stadt einfach etwas Besonderes ist und definitiv mit zum Einen ihrer Schönheit und zum Anderen mit ihren Unternehmenungsangeboten nicht nur überzeugt, sondern einfach begeistert. Ich nahm also einen Flieger über Qantas, was ehrlich gesagt eine sehr empfehlenswerte Sache ist. Es gibt günstigere Anbieter wie Virginblue und Jetstar. Nur ist der Flug etwas weniger komfortabel. Das ist nur eine Frage der eigenen Ansprüche. Auf jeden Fall erfreute mich des angenehmen Services und der Freundlichkeit der Stewardessen. So dass ich, in Melbourne angekommen nur ein wenig zusammenzuckte als es hieß, die kurze Fahrt mit dem Bus ins Zentrum kostet mich $15.
Endlich kam ich nun in meinem YHA an. Es gibt viele positive Eigenschaften einer Jugendherberge. Man kann sehr günstig übernachten, man lernt vor Ort viele Gleichgesinnte kennen und dort findet man alles was man zum leben braucht. Nur der Komfort ist dabei die Frage des vorhandenen Kleingeldes. Ich war auf jeden Fall sehr zu frieden.
Am besten lernt man meines Erachtens die Stadt kennen, wenn man sie zu Fuß erkundet. Und das tat ich auch. Ausgerüstet mit einem Stadtplan, den ich an der Rezeption bekam und meinem Reiseführer ging ich also nun los. Eines muss ich unbedingt über Melbourne sagen. Die Stadt ist wettermäßig voller Überraschungen. Von Regen bis Sonne kann alles an einem Tag sein. Nach den letzten sonnigen Tagen in der Sonne merkte ich nun, dass eine Kleiderbereicherung definitiv von Nöten war. Denn ich fror wie verrückt. Doch dies nur am Rande. Ich machte an diesem Tag eine sehr lange Tour vom Norden in den Süden also zum Strand. Das war insgesamt ein sehr, sehr langer aber auch ein sehr beeindruckender Weg. Angefangen mit dem Queen Victoria Market, bis hin zur City, später sah ich die vielen hübschen englischen Häuser, wo jedes seinen eigenen Charakter hatte. Melbourne ist auch eine sehr parkreiche Stadt. Was mir hier so sehr gefiel, ist dass es viel entspannter als Sydney ist. Man sieht kaum hektische oder gestresste Leute und an den Straßen sieht man besonders an einem Sonntagnachmittag sind in den Bars und Pubs viele kleine Bands, die dem Sonntagscocktail eine spezielle Note verleihen. Bis hin St. Kilda sah ich wirklich viele schöne Dinge. Die Stadt hat eigentlich alles bis auf das optimale Wetter. Später sah ich im Albertpark einen See wo viele Jogger langliefen und kleine Gruppen ein Barbecue veranstalteten und als ich dann endlich am Strand ankam fing mein Herz an zu tanzen. Strand, Sonne und Meeresrauschen sind einfach nur Balsam für die Seele. Dieser Moment hätte ewig sein können. Später lief ich nun in Richtung der Pubs, Clubs und Restaurants von St. Kilda. Die Entspanntheit und auch Vielfalt des Angebotes hier gefiel mir sehr gut. Vor Begeisterung weiß man gar nicht wo man einkehren soll. Das nennt man dann die Qual der Wahl. Nach einem Drink und gutem Essen bevorzugte ich diesmal die Bahn in Richtung meines neuen Heimes zu nutzen. Denn so schön der Ausflug auch war, noch mal 15 km waren zu viel des Guten.
Ähnlich gestalteten sich nun meine folgenden drei Tage. Ich lernte ein Mädel kennen, die mit mir die Stadt gemeinsam erkundete. Dadurch bekommt eine Reise ein ganz neues Flair. Ich war zu dem Zeitpunkt sehr froh, dass ich nur die groben Eckpunkte geplant hatte. Denn Du weißt nie wem Du auf Deiner Reise begegnest und vor Ort kannst Du Dich viel besser über das Unternehmungsangebot informieren. In diesen Tagen sahen wir also viele schön bekleidete Menschen, die zum Melbourne Cup gingen, das ist wohl das bekannteste Pferdrennen in Australien. Das Kleidersortiment von Mann sowie Frau war wirklich beeindruckend, denn nicht nur die Frauen zeigten sich in den hübschesten Kleidern und Hüten, auch die Männer zeigten mit ihren Anzügen Farbe und Geschmack. Wir fuhren später nach Philip Island, um die süßen Zwergpinguine nach Sonnenuntergang zu sehen, die aus dem Meer kamen und den Strand überquerten. Wir mussten zwar wirklich eine Ewigkeit warten bis wir sie endlich zu Gesicht bekamen doch der Anblick war einfach nur zu niedlich.Und wir genossen es einfach, das Stadtleben zu beobachten. Eine Stadt, die ich gern wiedersehen möchte. Doch wie es nun mal ist, wenn es am Schönsten ist sollte man gehen. Und das tat ich auch schweren Herzens…









